Was kostet eine Badsanierung im Schnitt?
Eine komplette Badsanierung kostet im Schnitt 7.000 bis 30.000 Euro. Diese Spanne nennt die Commerzbank in ihrem Ratgeber zur Badsanierung, Stand August 2025. Komplett heißt, der Betrieb reißt das alte Bad heraus und baut es mit neuen Leitungen, Fliesen, Waschbecken, WC und Dusche wieder auf. Je Quadratmeter rechnet die Bank mit 900 bis 3.500 Euro.
Wo Ihr Bad in dieser Spanne landet, hängt vor allem von der Ausstattung ab. Ein Waschbecken aus Porzellan kostet deutlich weniger als eines aus Granit. Frei stehende Badewannen, Designwaschbecken und edle Fliesen treiben den Preis schnell nach oben.
Die Zahlen reichen von mindestens 5.400 Euro für ein Bad mit 6 Quadratmetern bis 30.000 Euro am oberen Ende der Spanne. Ein Bad mit 10 Quadratmetern kostet einfach ausgestattet 9.200 bis 13.200 Euro. Mit gehobener Ausstattung sind es 13.500 bis 21.000 Euro.
| Bad | Kosten insgesamt | Kosten je Quadratmeter |
|---|---|---|
| Bad mit 6 Quadratmetern | mindestens 5.400 bis 21.000 Euro | 900 bis 3.500 Euro |
| 10 Quadratmeter, einfache Ausstattung | 9.200 bis 13.200 Euro | 920 bis 1.320 Euro |
| 10 Quadratmeter, gehobene Ausstattung | 13.500 bis 21.000 Euro | 1.350 bis 2.100 Euro |
| Komplette Sanierung, alle Größen | 7.000 bis 30.000 Euro | 900 bis 3.500 Euro |
Die Handwerker kosten bei der Badsanierung am meisten
Bei den meisten Badsanierungen sind die Handwerker der größte einzelne Posten. In der Beispielrechnung für ein Bad mit 10 Quadratmetern kosten sie 5.500 bis 6.000 Euro. Material und Baustoffe kommen auf 2.000 bis 4.000 Euro, die Fliesen auf 700 bis 2.000 Euro. Am stärksten schwankt die Ausstattung, von 1.000 Euro im einfachen Bad bis 9.000 Euro im gehobenen.
| Posten | Einfaches Bad | Gehobenes Bad |
|---|---|---|
| Handwerker | 5.500 bis 6.000 Euro | 5.500 bis 6.000 Euro |
| Material und Baustoffe | 2.000 bis 3.500 Euro | 2.000 bis 4.000 Euro |
| Fliesen | 700 bis 1.200 Euro | 1.000 bis 2.000 Euro |
| Ausstattung wie Waschbecken, WC, Dusche und Armaturen | 1.000 bis 2.500 Euro | 5.000 bis 9.000 Euro |
| Zusammen | 9.200 bis 13.200 Euro | 13.500 bis 21.000 Euro |
Ein Handwerker kostet je nach Region meist 40 bis 70 Euro in der Stunde. Teuer wird es, wenn viele Stunden zusammenkommen. Das passiert vor allem in vier Fällen.
- Müssen Leitungen für Wasser, Abwasser oder Strom an eine andere Stelle, arbeiten Installateur und Elektriker deutlich länger.
- Werden Wände abgerissen oder neu gebaut, kommen Abriss und Neubau dazu.
- Eine Dusche ohne Stufe braucht einen neuen Boden mit leichtem Gefälle und eine sorgfältige Abdichtung.
- Hinter alten Fliesen stecken manchmal defekte Rohre. Das sieht der Betrieb oft erst beim Abriss.
Eine bodengleiche Dusche braucht mehr Arbeitszeit
Für eine bodengleiche Dusche, also eine Dusche ohne Stufe und ohne Wanne, gibt es keinen festen Aufpreis. Der Betrieb baut den Boden mit leichtem Gefälle zum Abfluss neu auf und dichtet ihn sorgfältig ab. Wie viel das kostet, hängt vom alten Boden und vom gewählten Abfluss ab. Lassen Sie sich die Dusche deshalb im Angebot als eigenen Posten zeigen.
Im Altbau ist unter dem Boden oft wenig Platz. Ein Hersteller nennt für sein flaches Duschelement mit Abfluss in der Mitte eine Höhe ab 65 Millimetern. Ob eine bodengleiche Dusche im Altbau passt, entscheidet deshalb die Höhe, die Ihr Boden hergibt.
Zuschüsse zur Badsanierung gibt es nur fürs barrierefreie Bad
Für eine normale Badsanierung gibt es vom Bund keinen Zuschuss. Geld gibt es nur, wenn der Umbau Barrieren abbaut, zum Beispiel mit einer Dusche ohne Stufe oder mit Haltegriffen. Manche Länder und Gemeinden fördern solche Umbauten zusätzlich, das ist je nach Wohnort verschieden.
Hat jemand im Haushalt einen Pflegegrad, zahlt die Pflegekasse bis zu 4.180 Euro je Maßnahme. Der Pflegegrad ist die Stufe, mit der die Pflegeversicherung den Hilfebedarf eines Menschen einordnet. Den Zuschuss der staatlichen Förderbank KfW für den barrierefreien Umbau gibt es für 2026 nicht mehr, die Mittel sind ausgeschöpft. Das ist der Stand im Oktober 2026.
Den Zuschuss für ein barrierefreies Bad beantragen Sie bei Ihrer Pflegekasse, bevor der Handwerker anfängt.
Wie viel holen Sie über die Steuer zurück?
Von den Arbeitskosten der Handwerker ziehen Sie 20 Prozent direkt von Ihrer Steuer ab, höchstens 1.200 Euro im Jahr. So steht es im Einkommensteuergesetz. Es zählen Lohn und Fahrtkosten, das Material zählt nicht mit.
Zwei Dinge müssen stimmen. Sie brauchen eine Rechnung, und Sie überweisen den Betrag auf das Konto des Betriebs. Bar bezahlte Rechnungen erkennt das Finanzamt nicht an. Bitten Sie den Betrieb, Arbeit und Material auf der Rechnung getrennt aufzuführen.
Wie planen Sie die Kosten Ihrer Badsanierung?
Mit fünf Schritten vermeiden Sie die meisten teuren Überraschungen.
- Lassen Sie den Betrieb vor dem Angebot den Zustand von Boden, Leitungen und Wänden ansehen.
- Holen Sie drei Angebote von Betrieben ein, die in der Handwerksrolle stehen, dem Verzeichnis der Handwerkskammer. Vergleichen Sie jeden Posten, nicht nur die Endsumme.
- Beantragen Sie einen Zuschuss, bevor Sie den Auftrag unterschreiben.
- Vereinbaren Sie einen Festpreis für alle Arbeiten, die im Angebot stehen.
- Legen Sie Geld für Überraschungen zurück, etwa für alte Rohre, die erst beim Abriss sichtbar werden.
Braucht Ihr Bad eine Renovierung oder eine Sanierung?
Nicht jedes Bad muss komplett raus. Bei einer Renovierung tauscht der Betrieb nur Fliesen, Armaturen oder Badmöbel. Bei einer Sanierung reißt er das Bad heraus und erneuert auch Wasserleitungen und Rohre. Ist Ihr Bad alt und der Zustand der Leitungen unklar, lassen Sie vor dem festen Angebot eine kleine Fläche öffnen.
Bleiben Leitungen und Wände, wie sie sind?
Tauschen Sie nur Fliesen, Armaturen oder Badmöbel?
Eine Renovierung reicht. Sie kostet deutlich weniger als eine komplette Sanierung.
Sie ersetzen auch Dusche, Wanne oder WC. Rechnen Sie mit mehr als bei einer Renovierung, aber mit weniger als bei einer kompletten Sanierung.
Es wird eine komplette Sanierung. Rechnen Sie mit dem oberen Teil der Spanne von 7.000 bis 30.000 Euro.
Häufige Fragen
Was kostet eine Badsanierung in einem Bad mit 6 Quadratmetern?
Eine Badsanierung in einem Bad mit 6 Quadratmetern kostet mindestens 5.400 bis 21.000 Euro. Die Commerzbank rechnet dafür mit 900 bis 3.500 Euro je Quadratmeter, Stand August 2025. Wo Sie landen, hängt vor allem von Fliesen, Waschbecken, WC und Dusche ab.
Was kostet die Badsanierung eines Bads mit 10 Quadratmetern?
Die komplette Sanierung eines Bads mit 10 Quadratmetern kostet mit einfacher Ausstattung 9.200 bis 13.200 Euro. Mit gehobener Ausstattung sind es 13.500 bis 21.000 Euro. Die Handwerker kosten in beiden Fällen 5.500 bis 6.000 Euro.
Wie viel verlangen Handwerker pro Stunde für eine Badsanierung?
Handwerker verlangen für eine Badsanierung meist 40 bis 70 Euro pro Stunde, je nach Region. Diese Spanne nennt die Commerzbank, Stand August 2025. In einem Bad mit 10 Quadratmetern kommen so 5.500 bis 6.000 Euro für die Handwerker zusammen.
Wie viel Steuerbonus gibt es für eine Badsanierung?
Für eine Badsanierung ziehen Sie 20 Prozent der Arbeitskosten von der Steuer ab, höchstens 1.200 Euro im Jahr. Das Material zählt nicht mit. Sie brauchen eine Rechnung und müssen auf das Konto des Betriebs überweisen.
Gibt es einen Zuschuss für eine normale Badsanierung?
Nein, für eine normale Badsanierung gibt es vom Bund keinen Zuschuss. Die Pflegekasse zahlt nur für Umbauten, die einem pflegebedürftigen Menschen helfen, bis zu 4.180 Euro je Maßnahme. Für eine normale Badsanierung bekommen Sie aber den Steuerbonus auf die Arbeitskosten.
